Themen

Als Teil der Metropolregion Hamburg steht die Elbmarsch im Spannungsfeld zwischen der angrenzenden Großstadt und dem ländlich geprägten Landkreis Harburg. Auf der einen Seite sind da die gewachsenen dörflichen Strukturen, die wir erhalten möchten, auf der anderen Seite zieht es immer mehr Menschen in das Umland, weil sie die Naturnähe suchen und Bauland und Mieten hier zum Teil noch etwas günstiger sind. Hier gilt es eine gute Balance zu finden, den Zuzug zu steuern, die gewachsenen Strukturen zu erhalten und nicht zu überlasten, wie beispielsweise beim Verkehr, und gleichzeitig die Chancen zu nutzen.

Verkehr und Mobilität

Eines der drängendsten Themen ist und wird weiter das Thema Verkehr sein. Dies erlebe ich seit Jahren in der Elbmarsch, aber auch auf Kreisebene. Ich konnte, gemeinsam mit anderen politischen Akteuren, über Jahre die ÖPNV-Anbindung, vor allem nach Bergedorf, erheblich verbessern. Hier gilt es auch Lüneburg in den Blick zu nehmen. Die Elbbrücke ist für die Elbmarsch als Lebensader existentiell. Wie wichtig dieses Bauwerk für uns Elbmarscher:innen ist und wie hoch die Wellen in diesem Zusammenhang schlagen können, haben wir letztes Jahr erlebt, als es um die Diskussionen um die geplante Vollsperrung im Zuge von notwenigen Bauarbeiten ging. Hier braucht es sowohl kurzfristige Lösungen als auch langfristige Perspektiven. Dabei wird in den kommenden Jahren darum gehen, die klimafreundlichen Verkehrsträger noch mehr zu fördern und zu vernetzen. Es muss möglich sein, schnell, bequem und günstig mit weniger oder ohne Auto ans jeweilige Ziel zu kommen. Dafür müssen neue und umweltfreundliche Mobilitätsformen ausgebaut und besser miteinander vernetzt werden, wie E-Mobilität und Carsharing in Verbindung mit einem modernen Bus- und Bahnangebot und einer guten Fahrradinfrastruktur. Das kürzlich gestartete flexible Sammeltaxi elbMOBIL ist ein Schritt in diese Richtung. Nur so lassen sich die Verkehrsprobleme nachhaltig lösen und die Ziele im Bereich Klimaschutz einhalten. Und die Straßen wären frei für diejenigen, die nicht umsteigen können oder wollen. Wir brauchen dazu auch eine Wende in der Bundesverkehrspolitik, ohne die bestimmte Projekte nicht umsetzbar sein werden. Zur Verbesserung der Anbindung an die andere Elbseite unabhängig vom Autoverkehr könnte dazu im ersten Schritt könnte dazu eine separate Fuß- und Radwegbrücke auf den Weg gebracht werden, wie von Rolf Roth ins Spiel gebracht, mit Anbindung an die geplante Bahnverbindung zwischen Geesthacht und Bergedorf. Als langfristige Perspektive sollte die Weiterführung der Bahnverbindung von Geesthacht über oder unter der Elbe in Richtung Lüneburg in den Blick genommen werden.

Moderate Neubauentwicklung

Der rasante Zuzug in die Metropolregion Hamburg hat auch den Wohnungsdruck auf die umliegenden Gemeinden und die Elbmarsch erhöht. Die Mieten und die Baulandpreise steigen. Und die Infrastruktur wird nicht im gleichen Maße, wie es notwenig wäre, ausgebaut. Wir merken es beim täglichen Stau auf der Rönner Elbbrücke und bei fehlenden Kita- und Krippenplätzen. Der Zuzug muss gesteuert werden, damit die Infrastruktur nicht überlastet wird und die Flächenversiegelung nicht überhand nimmt. Der dörfliche Charakter unserer schönen Elbmarsch soll erhalten bleiben und wir müssen aufpassen, dass sie nicht zu einer reinen Schlaf- und Pendlergemeinde wird. Neuer Wohnraum, sowohl Eigentum als auch zur Miete, muss bezahlbar bleiben, damit junge Leute und Familie vor Ort bleiben können. Hier gilt es auch den Bestand in den Blick zu nehmen. Große Häuser und Eigenheime werden mit nur wenigen Personen bewohnt, während Familien oder Alleinstehende keine bezahlbaren Wohnungen finden. Hier gilt es seniorengerechte kleinere Wohnungen anzubieten, damit die größeren Immobilien für Familien frei werden.

Digitalisierung

Mit unserem eigenen Glasfasernetz haben wir gute Voraussetzungen geschaffen für die fortschreitende Digitalisierung. Gerade im Coronajahr haben wir von der guten Internetanbindung profitiert. Dennoch sind viele Verwaltungsleistungen noch nicht digital für den Bürger abrufbar. Hier arbeite ich auf Landkreis- aber auch auf Samtgemeindeebene seit geraumer Zeit an einer E-Government-Strategie. Ich kann jede:n verstehen, der/die eben nicht für die Beantragung eines Personalausweises oder einer Meldebescheinigung ins Rathaus kommen will. Hier muss viel mehr digital möglich sein und die freien Kapazitäten können dann gerade für diejenigen genutzt werden, die nicht digital arbeiten können oder wollen.

Klima- und Artenschutz

Es wird darum gehen, auch in der Elbmarsch den Klima- und den Artenschutz mehr als bisher anzugehen. In Neubauten und in öffentlichen Gebäuden müssen neue Energiekonzepte umgesetzt werden. Ziel muss es sein, die Kommunen Richtung CO2-Neutralität zu steuern.

Wir müssen unseren Beitrag leisten, unsere wertvollen landwirtschaftlichen Flächen und unsere Natur und die Artenvielfalt zu erhalten und zu schützen.

Die öffentliche Hand kann und muss mit ihren Gebäuden und Flächen Vorreiter und Vorbild sein und sollte zugleich den Umstieg auf erneuerbare Energien und standortangepasste Pflanzen im privaten Bereich mehr als bisher fördern.

Kinder, Jugend, Familien und Senioren

Familien sollen in der Elbmarsch gute Bedingungen vorfinden. Dafür ist in den letzten Jahren einiges getan worden und dennoch gibt es weiter Verbesserungsbedarf. Es muss ausreichend KiTa- und Krippenplätze in allen Gemeinden geben ebenso wie gepflegte Spiel- und Bolzplätze. Ganztagsbetreuung auch in den Schulen ist mittlerweile Standard. Diesen gilt es zu halten und die Qualität weiter zu verbessern. Kleinere Schulstandorte wie Drennhausen sollten nicht in Frage gestellt werden.  Der Neubau eines neuen Jugendhauses steht bevor, in dem auch der Seniorenbeirat eigene Räumlichkeiten erhalten soll. Es stehen wichtige Weichenstellungen für die Aufstellung unserer mobilen oder stationären Jugendarbeit bevor. Diese möchte ich gerne mitgestalten und zukunftsfähig machen.

Feuerwehren und Rettungswesen

Als aktiver Feuerwehrmann und Jugendwart liegt mir das Feuerwehr- und Rettungswesen besonders am Herzen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir es nach einigen Anlaufschwierigkeiten geschafft haben, unseren Feuerwehrbedarfsplan aufzustellen. Dieser hilft uns, die Feuerwehren auf Stand zu halten und im Brandfall bestens gerüstet zu sein. Der Bedarfsplan muss über die Jahre fortgeschrieben und weiterentwickelt werden. Daran will ich gerne aktiv mitarbeiten.